• DZGD - Dalmatiner Zucht Gemeinschaft e.V.
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Taubheit

Es gibt zwei Arten von Taubheit:

tauber dalmi

  1. die konduktive Taubheit: sie ist eine Störung der Schallleitung und entsteht durch einen Defekt im äußeren Gehörgang und dem Mittelohr. Ursache: chronische Otitis externa/media oder durch einen Tumor.
  2. die sensorineurale Taubheit: Ursache: einer Störung der Aufnahme und Weiterleitung der Schallwellen im Innenohr. Dies tritt als Folge einer Degeneration der Sinneszellen im Innenohr auf.


Das Innenohr besteht aus der so genannten Schnecke - der Cochlea.
Diese Gehörschnecke ist mit Haarzellen ausgekleidet, die durch die  Schallübertragung bewegt werden und somit akustische Signale an den Nervus cochlearis und das Gehirn weiterleiten können, um das Hören zu ermöglichen. Die Entwicklung und der Erhalt dieser Haarzellen sind mit einem komplexen Mechanismus verbunden, bei dem Melanozyten (Pigmentzellen) eine wichtige Rolle spielen. Ist dieser Mechanismus gestört, kommt es zur Degeneration und Zerstörung der Innenohrstrukturen, was sich in einem Alter von ca. 8 Wochen beim Welpen in einer einseitigen oder beidseitigen Taubheit zeigt.
Die Entdeckung, dass weiße Hunde wesentlich häufiger von sensorineuraler Taubheit betroffen sind, bestätigt den Verdacht, dass Melanozyten an der Entwicklung der Taubheit beteiligt sind. Und hier besteht der Zusanmmenhang zwischen Pigmentierungsgrad und Taubheit, denn Hunde mit blauen Augen sind häufiger von Taubheit betroffen, während Hunde mit so genannten Platten (Patches) weitaus seltener Hörverluste erleiden.
Obwohl eine Erblichkeit beim Dalmatiner nachgewiesen werden konnte, ist es bisher nicht möglich ein taubheitsverursachendes Gen zu finden. Man geht heute davon aus, dass mehrere Gene an der Ausprägung der Taubheit beteiligt sind.
Eindeutig diagnostiziert wird die Taubheit über die Audiometrie. Bei diesem Test werden akustische Signale über das Trommelfell und die Haarzellen zum Nervus cochlearis geleitet, um dann als Gehirnströme detektiert zu werden.

Auszug aus dem Artikel „Taubheit bei Dalmatinern“ der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.

Petra Kujat
Bildungsobmann DZGD e.V.

 


 

Zuchtmaßnahmen der Dalmatiner-Zuchtvereine im VDH:

Der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) als Dachverband aller VDH-Züchter und sämtliche ihm angeschlossenen Zuchtvereine haben in ihrer Satzung verankert, die „Gesundheit der Rasse zu fördern“ und „erbliche Defekte zu bekämpfen“, so auch die erbliche sensorineurale Taubheit beim Dalmatiner.
 
Als geeignete Maßnahme zur Bekämpfung der sensorineuralenTaubheit beim Dalmatiner haben die dem VDH angeschlossenen Dalmatinervereine in ihrer Zuchtordnung festgeschrieben, dass nur beidseitig normal hörende Dalmatiner in der Zucht Verwendung finden dürfen. Sämtliche Welpen werden einem Gehörtest (audiometrische Untersuchung - AEP ) unterzogen, wobei Welpen mit dem Ergebnis „einseitig hörend“ oder „taub“ von der Zucht ausgeschlossen werden und das Ergebnis auf der VDH-Ahnentafel des entsprechenden Welpen mit dem Stempe "Zuchtverbot" eingetragen wird. Diese Daten werden statistisch in den jährlich veröffentlichen Zuchtbüchern der Dalmatinervereine erfasst.
 
Die Zuchtbücher der vergangenen Jahre belegen, dass es den Dalmatinervereinen aufgrund dieser zuchtstrategischen Maßnahmen gelungen ist, die beidseitige sensorineurale Taubheit bei im VDH gezüchteten Dalmatinern auf einen geringen Prozentsatz von nur ca. 2 % zu senken.
Der Prozentsatz von einseitig hörenden Dalmatinern liegt bei ca. 8 %, wobei die einseitige Hörfähigkeit den Hund kaum beeinträchtigt, dieser in allen Lebenslagen ein wundervoller Familienhund ist, nur in der Zucht keine Verwendung finden darf.
 
Karola Lehmann
Zuchtwart & Zuchtkommissionsmitglied DZGD e. V.

 


Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e. V dzgd logo rund FCI - Fédération Cynologique Internationale

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